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Gedenkkerze
Andreas
Heike (Westend-Elegie) nach Rilke Und manchmal lacht es noch durch meine Tage, dies hell sich hebende, dies freie Lachen, als wollt es selbst den Schmerz verlachen, den wir nun still und atemlos ertragen. Du, Nachbarin in Fenstern voller Licht, wo Worte wie aus warmer Mitte fielen, du, Netz aus Mensch und Blick und Pflicht – konntest verbinden, ordnen, heilen, spielen. Am Markt zur Mittagszeit dein Schattenrund, der Kaffee dampfte – ach, wie oft wir waren in dieser Stunde seltsam zeitgesund, von deiner Freude licht und wunderbar erfahren. Und doch, o Heike, war da stets ein Grund, der tiefer lag, im Schweigen, in den Jahren. Wir sahn ihn nie – wir sahn nur deinen Schwung, und deine Augen, die so vieles bargen. “Ich geh dann mal auf 17” – war das dein Wort. Wie leise trat es aus der Tür des Lebens. So fielst du aus dem Hochhaus fort, und uns blieb nur: Verstehen ist vergebens. Du wunderschöner, starker Lebensbogen, wie konnte solch ein Flug sich selbst zerstören? Wir stehen still. Der Schmerz ist ungezogen. Nur dein Erinnern lässt sich noch beschwören. Und manchmal, wenn das Licht durchs Westend streicht und einer fremden Stimme dein Lachen gleicht, dann wird mir klar, dass du noch da bist – leise, im Zwischenraum, auf deine eigne Weise.
Fotoalbum
Hochgeladene Bilder aus dem Kerzenbereich (1)