Christine Dollinger

Christine Dollinger

* 29.11.1922
† 04.01.2019
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Kondolenz

Für Christine DOLLINGER - zu ihrer Tochter Ingrid

11.10.2019 um 18:56 Uhr von Cécile PAILLER

Liebe Ingrid,

Vorgestern habe ich zufällig "Dollinger Kaufbeuren" bei Google getippt und die Todesanzeige Ihrer Mutter gesehen.

Ich wollte schon lange wissen, ob Ihre Eltern noch leben, und ich hatte auch darüber nachgedacht, nach Kaufbeuren zurückzukehren, um sie wiederzusehen.

Ich weiß nicht, ob Sie sich an mich erinnern werden, es ist so lange her: Ich bin das französische Mädchen, das Ihre Eltern in den Sprachferien jedes Jahr im Juli von 1973 bis 1978 begrüßt hatten.

Im Juli 1974 starben meine Eltern bei einem Autounfall und ich wurde nach Frankreich zurückgeführt, dann kehrte ich nach Ihren Eltern zurück.

Ich glaube, daß ich in Ihrem Schlafzimmer schlief, im ersten Stock, oder vielleicht in Ihrem Bruder Peters Schlafzimmer?

Ich wollte Ihnen sagen, daß ich Ihre Eltern nie vergessen habe: ihre Freundlichkeit, ihren Empfang, die Art und Weise, wie Ihre Mutter mich verwöhnte, indem sie Marmorkuchen zubereitete, das Fahrrad, das sie mir geliehen hatten und mit dem ich die ganze Stadt, die umliegende Landschaft und bis Neugablonz entdeckt hatte!

Ich habe auch ihren Hund Bürschi nie vergessen, der so in Panik war, als das Feuerwerk des Tänzelfestes abgefeuert wurde!

Und auch werde ich mich immer an diesen Juli erinnern, als wir mit einer oder zwei Freundinnen (?) Ihrer Mutter mit dem Auto nach Ausgburg fuhren, um Puccinis Turandot zu sehen: Die Aufführung fand unter freiem Himmel in einem Garten statt, in dem vielleicht römische Ruinen waren, aber der Sommer war schlecht und es regnete die ganze Zeit. Die Oper wurde wegen des Regens mehrmals unterbrochen und wir mußten mindestens dreimal nach Augsburg zurückfahren, um sie sehen und hören zu können! Ich denke, es war in 1978.

Gestatten Sie bitte mir, Ihnen mein tief empfundenes Beileid auszusprechen, auch wenn es sehr spät ist, weil ich gesehen habe, daß Ihre Mutter am 4. Januar dieses Jahres gestorben ist. Ich habe auch gesehen, daß sie am 29. November 1922 geboren wurde: Sie war 96 Jahre alt! Es ist ein sehr schönes Alter.

Ich denke, daß Ihr Vater auch gestorben ist?

Ich habe den Namen Ihres Bruders auf der Todesanzeige nicht gesehen. Was ist aus ihm geworden? Ich erinnere mich, daß er mit einer jungen Frau zusammenlebte, die ich für sehr schön hielt und die eine Zwillingsschwester hatte. Sie waren aus Bad Wörishofen, glaube ich?

Ich bin Richter in Limoges, einer Stadt im Südwesten Frankreichs, und wohne in einem Haus, das mein Urgroßvater gebaut hatte, und das ich seit meinem 19. Lebensjahr restauriert habe. Ich habe eine Tochter ziemlich spät gehabt, sie ist jetzt 12 Jahre alt und sie ist mein Glück.

Und Sie? Was sind Sie geworden?

Ich umarme Sie und hoffe, daß dieser Brief Sie erreichen wird.

Mit Freundschaft,

Cécile

Gedenkkerze

Cécile PAILLER

Entzündet am 06.10.2019 um 15:14 Uhr

Meine e-mail Adresse:

cecile.pailler@wanadoo.fr

Gedenkkerze

Cécile PAILLER

Entzündet am 06.10.2019 um 15:11 Uhr

Liebe Ingrid,

Vorgestern habe ich zufällig "Dollinger Kaufbeuren" bei Google getippt und die Todesanzeige Ihrer Mutter gesehen.

Ich wollte schon lange wissen, ob Ihre Eltern noch leben, und ich hatte auch darüber nachgedacht, nach Kaufbeuren zurückzukehren, um sie wiederzusehen.

Ich weiß nicht, ob Sie sich an mich erinnern werden, es ist so lange her: Ich bin das französische Mädchen, das Ihre Eltern in den Sprachferien jedes Jahr im Juli von 1973 bis 1978 begrüßt hatten.

Im Juli 1974 starben meine Eltern bei einem Autounfall und ich wurde nach Frankreich zurückgeführt, dann kehrte ich nach Ihren Eltern zurück.

Ich glaube, daß ich in Ihrem Schlafzimmer schlief, im ersten Stock, oder vielleicht in Ihrem Bruder Peters Schlafzimmer?

Ich wollte Ihnen sagen, daß ich Ihre Eltern nie vergessen habe: ihre Freundlichkeit, ihren Empfang, die Art und Weise, wie Ihre Mutter mich verwöhnte, indem sie Marmorkuchen zubereitete, das Fahrrad, das sie mir geliehen hatten und mit dem ich die ganze Stadt, die umliegende Landschaft und bis Neugablonz entdeckt hatte!

Ich habe auch ihren Hund Bürschi nie vergessen, der so in Panik war, als das Feuerwerk des Tänzelfestes abgefeuert wurde!

Und auch werde ich mich immer an diesen Juli erinnern, als wir mit einer oder zwei Freundinnen (?) Ihrer Mutter mit dem Auto nach Ausgburg fuhren, um Puccinis Turandot zu sehen: Die Aufführung fand unter freiem Himmel in einem Garten statt, in dem vielleicht römische Ruinen waren, aber der Sommer war schlecht und es regnete die ganze Zeit. Die Oper wurde wegen des Regens mehrmals unterbrochen und wir mußten mindestens dreimal nach Augsburg zurückfahren, um sie sehen und hören zu können! Ich denke, es war in 1978.

Gestatten Sie bitte mir, Ihnen mein tief empfundenes Beileid auszusprechen, auch wenn es sehr spät ist, weil ich gesehen habe, daß Ihre Mutter am 4. Januar dieses Jahres gestorben ist. Ich habe auch gesehen, daß sie am 29. November 1922 geboren wurde: Sie war 96 Jahre alt! Es ist ein sehr schönes Alter.

Ich denke, daß Ihr Vater auch gestorben ist?

Ich habe den Namen Ihres Bruders auf der Todesanzeige nicht gesehen. Was ist aus ihm geworden? Ich erinnere mich, daß er mit einer jungen Frau zusammenlebte, die ich für sehr schön hielt und die eine Zwillingsschwester hatte. Sie waren aus Bad Wörishofen, glaube ich?

Ich bin Richter in Limoges, einer Stadt im Südwesten Frankreichs, und wohne in einem Haus, das mein Urgroßvater gebaut hatte, und das ich seit meinem 19. Lebensjahr restauriert habe. Ich habe eine Tochter ziemlich spät gehabt, sie ist jetzt 12 Jahre alt und sie ist mein Glück.

Und Sie? Was sind Sie geworden?

Ich umarme Sie und hoffe, daß dieser Brief Sie erreichen wird.

Mit Freundschaft,

Cécile

Gedenkkerze

trauer-im-allgaeu.de

Entzündet am 08.01.2019 um 08:22 Uhr

Allgäuer Zeitung, Kaufbeuren/Buchloe

vom 08.01.2019